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  Gedichte | September 08
 
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Melancholie

Ein Ziel
ich suche es
irre aber
ziellos.
Der Wind
rau weht er
ich aber
schweige.
Das Blut
süss tropft es
zu süss
anstössig.
Eine Angst
breitet sich aus
ich spüre
alleinig.
Mein Blick
nun sich senkend
in Leere
nichts.
Eine Leere
nichts hält mich
nichts mich
fängt.
Halt mich
und beichte mir
die Wahrheit
tot.





Unerreichbar

Willst Du meine Tränen?
So gebe ich sie Dir.

Willst Du mein Blut?
So gebe ich es Dir.

Willst Du mein Augenlicht?
So gebe ich es Dir.

Willst Du meine Worte?
So gebe ich sie Dir.

Willst Du mich?
So verwehre ich es Dir -
zu Deinem Schutze.





Egoismus

Ein Mensch
welcher nie die Wärme
welche jeder kennt
kennenlernen durfte -
gerade von ihm erwartet ihr
dass er euch tröstet
in den Arm nimmt

und wieder auffängt.

Ein Mensch
welcher täglich Schmerz erfährt
welcher keinen von euch
ein wenig interessiert -
gerade von ihm erwartet ihr
dass er euch den
euren nimmt
ohne abzuwarten.

Ein Mensch
welcher immer heimlich Tränen weint
welche ihm sonst zu peinlich sind
euch gegenüber -
gerade von ihm erwartet ihr
dass er euch tröstet
sobald ihr auch mal
weinen müsst.

Ein Mensch
welcher kurz vor dem Tod steht
welcher ihn bittet
zu ihm zu kommen -
gerade von ihm erwartet ihr
dass er euch
euren Lebensmut
zurück gibt.

Egoisten.





Leere

Verloren -
ein Wort.
Ein Gefühl?
Mein Gefühl.
Alleinig meines.

Hilfe!
Es schmerzt
ich sterbe.
Leere -
verloren.

Hoffnung?
Was tust..
Du da? -
"Ich sterbe."

Stimmen.
Leere -
Hilf mir! -
Tod.





Luftballon

Ich hasse mich.
Genauso wie ich Dich hasse.
Ist es nicht gleich?
Ja - nein.
Es tut nicht weh.
Es macht mich einfach nur verrückt.
Verrückt im negativen Sinne.
Ich will es nicht.
Will alles - will gar nichts.
Möchte Leere.
Leer sein.
Helium.
Zum Himmel.
Näher.
Tot.





Eis...

Da ist dieser Schmerz.
Dieser unerträgliche Schmerz.
Er zerfrisst mich.
Einfach.
Indem er unsichtbar da ist.
Er lässt sich nicht wegbrennen.
Nicht so wie meine Haut.
Sie tut weh.
Wundervolle Heilung.
Für meine geblendeten Seelenstücke.
Von Eis verbrannt.
Tot.





Beste Freunde

Ich möchte weinen.
Weinen und in meinen Tränen ertrinken.
Qualvoll und unerkannt.
Niemand wird es mitbekommen.
Keiner wird trauern.
Niemand und Keiner.
Meine ewigen besten Freunde.





Blaue Augen

Ich will zum Messer greifen.
Werde es tun.

Deine Augäpfel.
So starr blicken sie in die Welt.
Wie sie in meiner Hand liegen.
Sie sind so wunderschön.
Blau.
Verweilende Zeit.
Momente zum Vergeuden.
Ein Leben zum Verschenken.
Das Deine.
Und ewig sehe ich Dich.

Ich habe zum Messer gegriffen.
Ich habe es getan.





Leben


Gott.
Sein Segen?
Zerflossen im Regen.

Liebe.
Ihr Wille?
Zerbrochene rosarote Brille.

Freunde.
Ihr Halt?
Verflogen schon bald.

Mut.
Seine Taten?
Dem Teufel verraten.

Worte.
Ihre Meinung?
Trifft die Verneinung.

Lächeln.
Seine Echtheit?
Gefangene der Zeit.

Leben.
Alles verloren - nie was gegeben.








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